Europäisches Solidaritätskorps: vom Pilotprojekt zur endgültigen Einführung

27.06.2018

Foto: Europäischen Union/ François Walschaerts


Die Botschafterinnen und Botschafter der EU haben am 27. Juni die Einigung zwischen dem bulgarischen Ratsvorsitz und Vertreterinnen und Vertretern des Europäischen Parlaments über einen rechtlichen Rahmen für das Europäische Solidaritätskorps und eine entsprechende finanzielle Ausstattung für den Zeitraum 2018-2020 bestätigt.

Das Europäische Solidaritätskorps wurde ins Leben gerufen, um jungen Menschen zwischen 18 und 30 die Möglichkeit zu geben, an solidarischen Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen (Umwelt, Kultur, Sozialdienste, Hilfe für Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten, Kinder oder ältere Menschen) teilzunehmen und damit europäische Werte konkret umzusetzen. Das Solidaritätskorps soll bestehende gesellschaftliche Bedürfnisse erfüllen und gleichzeitig die persönliche, bildungsbezogene, soziale, staatsbürgerliche und berufliche Entwicklung junger Menschen fördern.
Nach der heutigen Einigung kann nun die zweite Phase der Einführung des Korps eingeleitet werden, damit – wie geplant – bis 2020 die ersten 100 000 Europäerinnen und Europäer an entsprechenden Tätigkeiten teilnehmen können.

"In nur wenigen Monaten hat sich das Korps bereits bewährt: Junge Menschen haben sich entschieden, einen Teil ihrer Zeit anderen Menschen zu widmen, in dem Bewusstsein, dass diese bereichernde Erfahrung ihnen in der Zukunft sowohl im Privat- als auch im Berufsleben zugute kommen wird. Dies ist eine klare Botschaft: Europäische Solidarität ist nicht nur eine Worthülse, sondern Realität. Und diese Realität kann nun – dank der Einigung über klare Regeln und angemessene Mittel für das Programm – gelebt werden."

Krasen Kralev, Minister für Jugend und Sport der Republik Bulgarien und Präsident des Rates

Die Kommission hatte ihren Vorschlag für ein Europäisches Solidaritätskorps gemeinsam mit mehreren Initiativen unter der Bezeichnung "Investieren in Europas Jugend" am 7. Dezember 2016 vorgestellt. Das Europäische Solidaritätskorps stützt sich auf die Erfahrungen des Europäischen Freiwilligendienstes, der jungen Menschen seit 20 Jahren Freiwilligentätigkeiten ermöglicht, sowie auf politische Maßnahmen und Programme wie die Jugendgarantie und "Dein erster EURES-Arbeitsplatz".
Seit seiner Einführung im Dezember 2016 wurden acht verschiedene EU-weite Programme im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps ins Leben gerufen, um jungen Menschen aus der gesamten EU Möglichkeiten für Freiwilligentätigkeiten, Praktika oder Arbeitsplätze in Branchen mit Solidaritätsbezug zu bieten. Bis jetzt haben sich fast 60 000 junge Menschen registriert und fast 5 000 von ihnen haben eine Tätigkeit aufgenommen. 
Nach der erfolgreichen Einführung des Projekts waren klare Regeln und ein angemessener Haushalt erforderlich.

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