Steuervermeidung durch Unternehmen: Einigung über Steuerintermediäre

13.03.2018

Foto: Europäischen Union


Am 13. März 2018 hat sich der Rat auf einen Vorschlag verständigt, der darauf abzielt, durch mehr Transparenz gegen aggressive grenzüberschreitende Steuerplanung vorzugehen.

Bei der vorgeschlagenen Richtlinie handelt es sich um die jüngste einer Reihe von Maßnahmen mit dem Ziel, Steuervermeidung durch Unternehmen einzudämmen.

Demnach sollen Intermediäre wie Steuerberater, Buchhalter und Rechtsanwälte, die Steuerplanungsmodelle entwerfen und/oder anbieten, verpflichtet werden, Modelle zu melden, die als potenziell aggressiv gelten.

Die Mitgliedstaaten sollen ihrerseits verpflichtet werden, die auf diesem Wege erhaltenen Informationen über eine zentrale Datenbank automatisch untereinander auszutauschen. Dadurch wird es möglich sein, neue Gefahren der Steuervermeidung schneller zu erkennen und ihnen mit Maßnahmen gegen schädliche Modelle zu begegnen.

Die Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, Strafen gegen Intermediäre zu verhängen, die sich nicht an die Transparenzvorschriften halten.

"Mehr Transparenz zu schaffen, steht im Kern unserer Strategie zur Bekämpfung von Steuervermeidung und Steuerhinterziehung. Wenn die Behörden Informationen über aggressive Steuerplanungsmodelle erhalten, bevor diese umgesetzt werden, können sie Schlupflöcher schließen, bevor ihnen Einkünfte verloren gehen".

Vladislav Goranov, Minister der Finanzen

Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung hier.

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